Unglaublich

Haben Sie ein schönes Osterfest feiern können? Höhepunkt des Osterfestes zu meiner Kindheit war es, wenn es am Ostersonntag zum Spaziergang ging, um die gekochten, bunten Ostereier um die Wette so weit wie möglich zu werfen! Ein schöner Brauch zum Osterfest. Und erstaunlich: traf das Ei nicht gerade einen frisch entstandenen Maulwurfshügel, dann überlebte es den Wurf.

Ein gutes Stichwort: überleben. Zum Osterfest wird in vielen Kirchen ein Satz aus der Bibel in Erinnerung gerufen.

Jesus selbst hat ihn gesagt: Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle.
(Die Bibel. Offenbarung 1,18)

Wer kann eine solche Aussage treffen? Keiner der Religionsstifter. Auch kein Großer der Menschheitsgeschichte käme auf den Gedanken zu behaupten, er sei auferstanden.

Jesus ist die Ausnahme. Er spricht diese Worte von sich. Nicht andere behaupten es von ihm. Weder seine Jünger noch Theologen. Allein der Auferstandene spricht diese gewaltigen Worte aus. Unglaublich – oder? Was, wenn es stimmt?

Ich war tot. Weithin sichtbar wurde sein Kreuz auf dem Hügel Golgatha vor Jerusalem aufgerichtet. Dort starb er. Die Soldaten verstanden ihr Geschäft und machten keine halben Sachen. Jesus hat die Kreuzigung nicht überlebt. Er war tot. Man legte ihn in ein Felsengrab. Für die Jünger damals das schreckliche Ende der Messias-Geschichte. Alles aus. Keine Hoffnung, nur noch Verzweiflung und Angst. Waren sie einem Betrüger auf den Leim gegangen?

Doch dann geschah es: Plötzlich stand Jesus in ihrer Mitte. Keine Halluzination. Die Jünger hörten seine Stimme, sahen seine durchbohrten Hände, berührten ihn. Ich bin lebendig... und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle. Das heißt: ich habe das letzte Wort.

Unglaublich - oder? Wer ihm begegnet, erlebt, dass er lebt. Nicht der Tod und nicht die Verzweiflung oder Angst haben das letzte Wort. Er hat das letzte Wort. Das will ich hören. Und in dieser Gewissheit will ich leben.

Bleiben Sie gesund und behütet.

Ihr Pastor Burkhard Heupel
Emmaus-Gemeinde